31. August 2016

Emergency Medical Services

Die FF Seukendorf besitzt eine kleine Gruppe von Feuerwehrangehörigen welche sich etwas tiefer mit dem Thema Erste Hilfe befasst. Zur Erläuterung:

Bei einer Reanimation und (oder) Schocksymptomatiken nach Verkehrsunfällen oder anderen Traumata kommt es für den Notfallpatienten auf jede Minute an. Je früher qualifizierte medizinische Hilfe geleistet wird, desto höher ist die Chance zu überleben. Pro Minute sinkt zum Beispiel die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Reanimation um 10%. Gerade bei polytraumatisierten Patienten ist es unerlässlich sofort qualifizierte lebensrettende Sofortmaßnahmen noch vor Eintreffen des regulären Vorhalterettungsdienstes der Hilfsorganisationen einzuleiten. Natürlich nur unter Wahrung des Selbstschutzes bzw. der Eigensicherung. Das geschulte Personal der FF Seukendorf kann und wird die Zeit bis die richtige notfallmedizinische Behandlung durch Rettungsdienst und ggf. Notarzt eingeleitet werden kann, verkürzen. Hier sprechen wir von qualifizierter Hilfe in der „Golden Hour of Shock“, die für den Patienten oft lebensrettend sein kann. Z. B. Verringerung der Hirnödementstehung bei Schädel – Hirn – Patienten durch Anlegen einer „Halskrause“.

 

Die Idee welche dahinter steckt ist das bei einem Notfall / Unfall etc. immer ein geschulter Feuerwehrkamerad mit dem vorhanden Material umgehen kann und den Patienten bis zum Eintreffen des regulären Rettungsdienstes versorgt bzw. betreut. Ähnlich einer First Responder-Einheit nur das eben kein regulärer Bereitschaftsdienst installiert wird. Wiederum heißt dies nicht, dass uns die ILS Nürnberg im Rahmen einer qualifizierten Ersten Hilfe die in der AAO der Freiwilligen Feuerwehren (ohne HvO – Standort) nicht doch alarmiert, wenn der Vorhalterettungsdienst die gesetzlich vorgeschriebene Hilfsfrist nicht einhalten kann.

Dies geschieht natürlich nur, nach Art.4 Abs.3 BayFwG.

 

Die Idee einer „First Response“, das heißt einer „ersten Antwort“ bzw. einer ersten Reaktion auf einen medizinischen Notruf vor Eintreffen des regulären Rettungsdienstes, stammt ursprünglich aus den USA. Dort wird seit den 70er Jahren versucht, das therapiefreie Intervall zu verkürzen. Dazu wurden hauptsächlich Feuerwehrleute, aber auch Polizisten und Nachbarschaftsinitiativen ausgebildet und ausgerüstet, um mit ersten medizinischen Maßnahmen die teilweise langen Anfahrtszeiten des Rettungsdienstes zu überbrücken.

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